Meine Freizeitgestaltung

So ich melde mich mal wieder. Es ist tatsächlich schwieriger als gedacht, regelmäßig neue Einträge hochzuladen, aber ich gebe mein bestes. Die Wochen verfliegen hier eine nach der anderen weil einfach so viel passiert und plötzlich merke ich nach zwei Wochen, dass ich eigentlich schon längst mal wieder einen neuen Eintrag hätte schreiben müssen. Meine Erlebnisse, die ich natürlich gerne mit euch teilen möchte, häufen sich nur so an und ich merke, dass ich gar nicht so oft Blog schreiben kann wie ich eigentlich müsste und auch gerne würde, um euch immer auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Jetzt geht’s aber mit meinem eigentlichen Blog los. In diesem Blog möchte ich euch etwas darüber erzählen, wie ich meine Freizeit, d.h. vor allem die Wochenenden, so gestalte und was ich außerhalb meiner Arbeitszeiten alles erlebe. Ich finde dafür, dass ich gerade einmal seit etwas mehr als zwei Monaten in Indien lebe, habe ich schon ganz schön viel erlebt.

HIKING

An einem unserer ersten Wochenenden hier in Pune waren wir Wandern, dafür hatte Nadine uns einen Freund von ihr und ihrem Mann empfohlen, der Hiking touren organisiert. Er hat uns dann um 5 Uhr Morgens an einem Sonntag bei uns zu Hause mit einem Auto abgeholt und uns etwas außerhalb von Pune in ein beliebtes Wandergebiet gefahren, was etwas 2 Stunden gedauert hat. Leider hat es an dem Tag ziemlich geregnet, sodass wir während des Hikings total durchnässt wurden und da es eine Tour mit ganz schön starkem Anstieg war, wurden manche Stellen sehr rutschig was vor allem auf dem Abstieg manchmal ziemlich gefährlich wurde. Insgesamt war die Wanderung ganz schön wenn auch manchmal etwas anstrengend. Als wir oben ankamen, konnte man hin und wieder ein paar Affen sehen, das Problem war aber, dass man nicht essen durfte da sonst die Affen einem das Essen aus der Hand geklaut hätten. Nach etwa einem ein- bis zweistündigem Aufstieg hatte ich aber so langsam Hunger und musste am Ende warten, bis wir wieder unten waren. Unten kamen wir komplett hungrig und durchnässt, da es während des Abstieges dann so richtig angefangen hatte, zu schütten, an und da gab es dann nach einer weiteren Stunde warten endlich etwas zu Essen, nämlich Poha, eins meiner Lieblingsgerichte hier in Indien, was man üblicherweise zum Frühstück isst. Auf der Rückfahrt wurde die Heizung im Auto ganz aufgedreht, damit unsere Sachen trocknen konnten. Meine Schuhe waren nach der Wanderung komplett mit Schlamm bedeckt und nach zwei Wochen warten konnte ich mich irgendwann doch mal dazu aufraffen, die Schuhe sauber zu machen. Aber auch nur, weil das meine einzigen Sportschuhe sind, die ich nach Indien mitgenommen habe und ich vorhatte, mich im Fitnessstudio anzumelden und dafür diese Schuhe brauchte.

MUMBAI

An einem anderen Sonntag, ich glaube, das waren zwei oder drei Wochen, nachdem wir hiken waren, fuhren wir mit dem Zug nach Mumbai. Dazu standen wir sehr früh auf und wurden dann mit einem Uber-Auto zum Bahnhof gebracht. Dort angekommen, kauften wir die Tickets für die Hinreise, welche mit etwa 200 Rupien (ca. 2,50€) wirklich nicht teuer waren für eine 3-stündige Zugfahrt nach Mumbai. Als wir nach einer angenehmen Zugfahrt, während welcher ich den Großteil der Zeit geschlafen habe, endlich gegen 11 in Mumbai ankamen, mussten wir uns erstmal orientieren. Wir liefen zuerst einen Blumenmarkt kurz auf und ab, welcher sich neben dem Bahnhof befand, und beschlossen dann, mit der Bahn noch etwas mehr in das touristische Zentrum von Mumbai hineinzufahren. Als wir da ankamen, kauften wir uns erstmal einen indischen Snack, da wir alle nach der dreistündigen Fahrt, auf die wir nichts Zu essen mitgenommen hatten, Hunger hatten. Wir liefen nun an ein paar Sehenswürdigkeiten vorbei, wie zum Beispiel am Chhatrapati Shivaji Terminus, dem Chhatrapati Shivaji Maharaj Vastu Sangrahalaya, an einem Museum und einer Bibliothek. Schließlich gingen wir in einen Buchladen, welcher uns von einem Freund empfohlen wurde und welcher sich als wirklich schön herausstellte. Zudem war der laden gut klimatisiert, sodass man da gut kurz durchatmen konnte, bevor es danach wieder raus in die Hitze ging. An dem Tag war es nämlich sehr warm in Mumbai, was ich nicht erwartet hatte, da es die Vortage in Pune immer angenehm war, doch Pune liegt ja auf einem Plateau, sodass es automatisch immer etwas kühler ist als in Mumbai. Nachdem wie aus dem Buchladen raus sind, gingen wir in ein wirklich nettes Café, welches Hannah im Vorfeld rausgesucht hatte. Da aßen wir dann auch zu Mittag, als wir in der Karte sahen, dass es wirklich leckere Gerichte gab. Ich entschied mich für einen Eiskaffee und einen Quinoa-Salat. Nach dieser Stärkung ging es für uns weiter zum Gateway of India, welches eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Mumbai ist. Dort machten wir dann einige Fotos und wurden auch nicht selten von Leuten angesprochen, ob wir Fotos mit ihnen machen können. Am Anfang habe ich hier in Indien immer Fotos mit mir machen lassen, doch mittlerweile haben wir uns alle angewöhnt, nein zu sagen, wenn wir nach Fotos gefragt werden. Nach dem Besuch des Gates bestellten wir uns ein Uber um zu einem Markt zu fahren. Wir sahen uns den Markt an und liefen noch ein wenig durch die Straßen, bis wir schließlich wieder in einem anderen Café landeten, welches Hannah herausgesucht hatte. Dort tranken wir dann noch ein Lassi und machten und danach wieder auf den Weg zum Bahnhof, um nicht zu spät zu Hause anzukommen, da wir ja alle am nächsten Tag normal zur Arbeit gehen müssten. Wir hatten Glück, da etwa eine halbe Stunde später, als wir ankamen, ein Zug fahren würde, also mussten wir nicht lange warten. Schnell kauften wir die Tickets für den Zug und fuhren schließlich bei geöffneter Tür zurück nach Pune, sodass wir uns an die Türen setzen konnten um den Sonnenuntergang und die Natur und Berge, durch welche der Zug fuhr, anzuschauen. Wir kamen irgendwann am Abend schließlich in Pune an und bestellten uns ein Uber. Der Fahrer des Ubers verfuhr sich aber mehrmals und fand den Pick Up Point nicht, sodass wir schließlich einen Rikscha-Fahrer, der am Straßenrand auf seine nächste Fahrt wartete und uns bereits gefragt hatte, ob er uns fahren kann, fragten, ob er uns vier nach Hause fahren könne (Rikschas sind normalerweise nur für höchstens drei Personen vorgesehen…). Gegen einen kleinen Aufpreis machte er das, denn wir waren alle vier von dem Tagestrip etwas erschöpft und wollten nach Hause, sodass wir nicht die Energie hatten, noch eine halbe Stunde auf unseren Uber zu warten. Der Tag in Mumbai war wirklich schön und wir alle wollen auf jeden Fall nochmal nach Mumbai, da wir längst noch nicht alles Sehenswerte gesehen haben.

Mittagessen
nach dem Mittagessen gings dann zum Gateway of India. Ich (l.) mit meinen Mitbewohnerinnen
es war schon ziemlich voll und wir wurden die ganze Zeit nach Fotos gefragt…
vom Gateway ging es dann für uns weiter zum Markt
anschließend liefen wir noch etwas durch die Straßen, bis wir uns nach einem Café-Besuch mit Lassi so langsam auf den Weg zurück zum Bahnhof machten
bei geöffneter Tür fuhren wir schließlich zurück nach Pune
Meine Mitbewohnerin und Mitfreiwillige Josi

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